KTHMA Kazaviti

Alexander Heer

Kazaviti Domaine Alexander Heer bei Griechenland-Weine von Wine and Nature

Kthma Kazaviti ist ein Projekt des deutschen Wissenschaftlers und Winzers Alexander Heer auf der Insel Thasos. Die Wiederbelebung alter Kultivierung und des antiken Ausbaus (Amphoren), vergessener, von ihm wieder entdeckter Rebsorten und Klone auf lebendigen Böden wurde Alexanders Lebensziel. Hieraus entstand das Weingut Kthma Kazaviti. Seine stilistisch burgundischen, sauberen Vin Naturelle bieten wir in Deutschland exklusiv an.

 

Es werden völlig vergessene, unbekannte, aber auch einige bekanntere Rebsorten - zum Teil Klone davon - angebaut:
Agriostaphila, Agoridis, Assyrtiko, Dopia, Kokinadia, Limnio, Limnio Weiß, Matriaki, Mavroudi, Muscat d´Alexandria, Roditis, Rosaiki und einige mehr.

Schritt für Schritt werden daraus exzellente Weine, die ausschließlich als Vin Naturelle und in thasischen Amphoren (Kioupi) produziert werden. Mehr Natur geht wohl nicht.

 

Demnächst mehr hier!

 

Jetzt lassen wir den Winzer sprechen:

Wie der antike Mythos Weinberg in die Moderne übersetzt wurde

vom Winzer Alexander Heer

Kazaviti ist ein kleines Amalgam. Eine Gemeinde in der die Natur und die Gebäude ganz und gar miteinander verbaut sind. Wir erkannten das mythologische Potential dieses Weinlandes. Weinbau befindet sich heutzutage in einer radikalen Sackgasse. Die Verwandtschaft aller Organismen innerhalb eines Weingartens ist die größte Herausforderung. Eine einzigartige Voraussetzung ist, dass auf unseren Böden noch nie Herbizide noch Insektizide eingesetzt wurden. Grundlage für absolut authentische unverfälschte Weine sowie außergewöhnlichen Landschaftsschutz. Heutzutage spielt der Umgang mit der entfesselten Technik eine immer größere Rolle. Mit diesen Techniken sollte man sehr verantwortlich umgehen. Darin liegt unsere große ethische Aufgabe als Winzer.

 

Als technische Geräte dienten uns nur die vielfachen Wiedehopfhacken und der Pflug, die nach fast vier Jahrzehnten diesen unbehandelten Boden atmen ließen. Der bewusste Verzicht auf jede Form höherer Technik war für uns die Bedingung eine klare Absicht geradlinig zu verfolgen. Der Weinberg sollte durch unsere Hände wieder entstehen. Dieser innige Wunsch rudimentär zu arbeiten, wäre über den Umweg mit Technik verändert und verraten worden.

 

Ob Sisyphos heute noch den Stein den Berg hinauf rollt? - Unsere Arbeit hat nach 1313 Tagen ein Ergebnis. Der Rebmuttergarten trägt dieses Jahr erste Früchte. Als gemischter Satz gepflanzt, um so nah wie möglich historische Weine zu erzeugen. Wir erfahren, dass die verrichtete Arbeit schmeckbar wird. Wir erlebten während der langjährigen Rodungsarbeit unmittelbare Nähe zum Boden und dem Tal. Die täglichen Auf- und Abwinde zollten uns Respekt ab. Wir spürten, wie wir zu einem Bestandteil der Landschaft wurden. Ein alter Ort ohne Lärm und zivilisatorischen Müll mit Aussicht auf das Meer.

 

Mit unserer Arbeit setzen wir auf Thasos einen Kontrapunkt zu den Weinen, die nach industrieller Machart erzeugt werden. Die Weinberge in Kazaviti werden biodynamisch bewirtschaftet. Unsere mineralienreichen und hämatithaltigen Böden sind eine Mischung aus lehmigen Sand und kalkhaltigen Kieseln.

 

Wir haben lange nach solchen Weinbergsschätzen gesucht. In Griechenland machten wir diese ausfindig. Mit dem Herzen auf der Zunge erschlossen sich auf dieser Insel neue Gebiete und Fähigkeiten. Durch die Berührung mit der Amphore, die hier Kioupi genannt wird, eröffneten sich neue Horizonte. Wir arbeiteten mehr als jemals zuvor und haben dort trotzdem mehr Kraft gewonnen.

 

Seitdem die Parier in der 1. Hälfte des 7. Jahrhunderts v. Chr. Von ihrer Kykladeninsel nach Mazedonien aufbrachen, standen die Bodenschätze im Vordergrund. Sie brachten jedoch auch ihre agrarischen Schätze und Anbaukultur mit. Die phönizische Terrassenkultur und die seltenen Nutzpflanzen auf Thasos sind Zeitzeugen eines üppigen und regen Handels sowie Austausch der alten mediterranen Kulturen. Vielerorts findet man Reliquien die dauerhaft viele Jahrtausende überstanden.

 

Der thasische Wein galt im 5. Jahrhundert, neben dem der Insel Chios, als der qualitativ Beste den die griechische Welt zu bieten hatte. Der Anbau und Export von Wein spielte auf Thasos eine immer größer werdende Rolle. Vor allem die westlich ausgerichtete Inselseite, um die Ortschaften Sotiros, Prinos und Rahoni waren durch ihre exzellente Wasserverfügbarkeit für Weinbau geeignet und sind es bis heute. Die Böden sind nicht minder lebendiges Archiv der Region mit einem gewachsenem Humusgehalt, der seinesgleichen sucht.

 

Der thasische Wein galt im 5. Jahrhundert, neben dem der Insel Chios, als der qualitativ Beste den die griechische Welt zu bieten hatte. Der Anbau und Export von Wein spielte auf Thasos eine immer größer werdende Rolle. Vor allem die westlich ausgerichtete Inselseite, um die Ortschaften Sotiros, Prinos und Rahoni waren durch ihre exzellente Wasserverfügbarkeit für Weinbau geeignet und sind es bis heute. Die Böden sind nicht minder lebendiges Archiv der Region mit einem gewachsenem Humusgehalt, der seinesgleichen sucht.

Man erkannte schnell, dass das Handelsgut Wein gewinnbringend sein konnte und erhob steuerliche Abgaben und der Handel wurde behördlich beaufsichtigt. Thasischen Schiffen war es untersagt im Gebiet zwischen Athos und dem Kap Pacheia (heute Maritza) Wein fremder Herkunft zu transportieren. Die archäologische Belegung des thasischen Weinhandels ist durch die charakteristischen Handelsamphoren Thasos für den Export durch die Stempel der Hersteller und Ortschaften auf den Henkeln dokumentiert.